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Erwachsenenbildung von höchster Qualität

Volkshochschule feiert 30-jähriges Bestehen

„Omnes omnia omnio“ (Allen Menschen alle Dinge der Welt in grundlegender Weise beibringen). Nach diesem Leitbild der Volkshochschulen, formuliert vom Urvater der Erwachsenenbildung, Johannes Amos Comenius, handelt die örtliche Erwachsenenbildungseinrichtung seit nunmehr drei Jahrzehnten. Das Jubiläum wird am morgigen Sonntagnachmittag mit einem „Tab der offenen Tür“ gefeiert. Die Gäste bekommen dabei einen Einblick in die tägliche Praxis und das Angebot für lebenslanges Lernen, das die Vhs für alle Interessenten bereithält.


Am 20. Dezember 1979 trafen sich die Mitglieder des damaligen Volksbildungswerks unter der Federführung des Obmanns der Heimatlergemeinde, Rudolf Obermayer, im ehemaligen Winklerbräu. Auf Vorschlag von Hans Dasch gründete die Runde mit Wirkung vom 1. Januar 1980 den selbständigen Verein „Volkshochschule Mainburg und Umgebung e.V.“ als Mitglied im Bayerischen Volkshochschulenverband, der die Interessen der öffentlichen Erwachsenenbildung vertritt. Zum ersten Vorsitzenden wurde Hans Dasch aus Steinbach gewählt, der die Volkshochschule seither ehrenamtlich führt.


Der neue Verein richtete das erste Vhs-Büro in der Abensberger Straße 17 ein. Bereits nach kurzer Zeit im Bezirksvorstand der niederbayerischen Volkshochschulen, wurde Hans Dasch 1984 in das amt des Bezirksvorsitzenden von Niederbayern gewählt. Der frühere Bürgermeister Sepp Egger begleitete ihn zwölf Jahre als Vertreter des Städtetags im Vorstand des Bayerischen Volkshochschulenverbandes sehr eng und setzte landesweit kommunale Akzente.


Neben Gründung und Aufbau des „Projekts Elternhilfe“ als Hausaufgabenbetreuung und Integrationshilfe für Grundschulkinder entstanden erste Projekte und zwangsläufig neuer Raumbedarf für erwachsenengerechten Unterricht. Mit dem Umzug 1989 in das ehemalige Hotel Maderholz in der Mittertorstraße öffneten erstmals eigene Unterrichtsräume für die Erwachsenenbildung in Mainburg.


Zugleich konnte der erste EDV-Raum mit 16 PCs auf Windows- und Linus-Basis eingerichtet werden. Er war Grundlage, um nun auch in EU-Projekte für Klein- und Mittelbetriebe einzusteigen. Von ursprünglich einer Teilzeitkraft vergrößerte sich das Team der Mitarbeiterinnen um drei Sozialpädagoginnen und zwei zusätzliche Verwaltungskräfte.


Der Projektzuschlag für die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) legte den Grundstein für eine weitere Professionalisierung. Eine moderne Erwachsenenbildung entwickelte sich, begann Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund zu erschließen und eröffnete Müttern nach der Familienpause und Arbeitssuchenden Wiedereinstiegsmöglichkeiten in den Beruf. Nach zehn Jahren waren die Raumkapazitäten in der Mittertorstraße ausgereizt, und die Vhs suchte nach einem neuen Standort.


1999 erfolgte der Umzug in die „Alter Fabrik“ am Mitterweg 8. In der ehemaligen Bognerfertigung entstanden neue Räume für die Erwachsenenbildung, bedarfsgerecht und farbenfroh. Neben zwei EDV-Räumen, freundlichen und modernen Unterrichts- und Büroräumen standen erstmals ein Gymnastikraum und eine Küche zur Verfügung. Die Vhs Mainburg erlangte die Zertifizierung als anerkannte Einrichtung für Reha-Kurse. Der Ausbau weiterer Qualifizierungen mit Förderung durch die Europäische Union, die Zertifizierung nach ISO 9000 und AZWV für die Arbeitsagentur unterstützten die individuellen Projekt-Entwicklungen.


Diese waren nötig, um auf einem durch globale Konkurrenz geprägten Arbeitsmarkt die Beschäftigungs- und Wettbewerbsfähigkeit in der Region zu sichern. Prägend war das Kulturfonds-Projekt KESS, das zwischenzeitlich unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) bayernweite Verbreitung zur Qualifizierung von Kräften in der Ganztagsbetreuung an Schulen gefunden hat.


Ehrenamtlicher Vorstand und hauptamtliches Mitarbeiterteam leisten Prävention in allen Aktionsfeldern, in denen der Staat sonst nachträglich aufwändige „Reparaturkosten“ hätte. Die Altbürgermeister Sebastian Kirzinger und Sepp Egger, aber auch Bürgermeister Josef Reiser und der Stadtrat standen und stehen der Erwachsenenbildung immer aufgeschlossen gegenüber. Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt und mit Entscheidungskraft das Lernen als lebenslange Aufgabe mit populär gemacht.

“Das Recht auf Bildung im lebenslangen Lernen”
Festrede zum 30 - jährigen Jubiläum der vhs Mainburgvon Josef Deimer, Präsident des Bayer. Volkshochschulverbandes:

rede-deimer-30-jahre-vhs.pdf

Artikel Hallertauer Zeitung, 15.05.2010:

2010-05-17_Zuverlaessiger_Partner_der_Erwachsenenbildung.pdf