
Unter dem Stichwort Kopenhagen-Prozess bezieht sich das Programm LEONARDO DA VINCI auf die europäischen Ziele und Instrumente zur Verbesserung der Transparenz beruflicher Qualifikationen und Kompetenzen. Dazu gehören u. a. die Entwicklung und Erprobung des Europäischen Leistungspunktesystems für die Berufsbildung (ECVET), die Implementierung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQF) und in seiner Folge die Entwicklung nationaler Qualifikationsrahmen (NQR) sowie die Qualitätssicherung in der Beruflichen Bildung. Der europäische Aufruf zum Berufsbildungsprogramm liegt zudem mit der Einbindung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) eine strategische Priorität fest, die für alle LEONRADO DA VINICI-Aktionen relevant ist.
Die VHS Mainburg startete vor 2 Jahren (Laufzeit: 1.6.2006 – 31.5.2008) dazu das Projekt „EVITA“. In enger Zusammenarbeit mit der Fa. Wolf GmbH hatten Ausbilder aus dem gewerblich/technischen, dem kaufmännischen Bereich und Verantwortliche aus dem Erwachsenenbildungs- und Berufsschulbereich die Aufgabe, die wesentlichen Unterschiede und Schwerpunkte der Ausbildungs- und vorbereitende Schulsysteme in den europäischen Partnerländern zu eruieren und von möglichen Vorteilen zu prüfen.
Unter der Projektleitung von Marianne Dasch, GF vhs Mainburg, wurden Einzelversendungen über 2 Wochen und zwei Projektgruppenreisen nach Kreta und Finnland für jeweils 1 Woche durchgeführt.
Ziel ist, die Systeme in Europa kennenzulernen und dadurch auch die Versendung von Auszubildenden vorzubereiten. Eine stärker international ausgerichtete Berufsausbildung heißt für die Ausbilder in den Betrieben zum Beispiel, dass sie neue Ausbildungsinhalte vermitteln müssen, die sie aus ihrer eigenen Ausbildung nicht kennen. Es heißt in vielen Fällen auch, Auszubildende auf einen Auslandsaufenthalt vorzubereiten oder sich nach deren Rückkehr mit neuen Ideen und zusätzlich erworbenen Kompetenzen auseinander zu setzen.
Dieser Herausforderung stellte sich Fa. Wolf GmbH mit der Beteiligung an dem Projekt EVITA durch die vhs Mainburg. In der 2-jährigen Projektlaufzeit wurden insgesamt 25 Personen in 5 verschiedene Europa-Länder verschickt (Spanien, Frankreich, England, Griechenland/Kreta, Finnland). Neben ausbildungsverantwortlichen Mitarbeitern der Fa. Wolf war die Berufsschule Kelheim mit stv. Schulleiter Hans Maier und die Universität Regensburg mit Prof. Dr. Regina Mulder beteiligt.
Eine von der Europäischen Kommission bezuschusste neue Untersuchung hat ergeben: Die Teilnahme an Projekten, die im Rahmen des Berufsbildungsprogramms Leonardo Da Vinci finanziert werden, ist von beträchtlichem sozialem und wirtschaftlichem Nutzen. Die damit verbundene internationale Mobilität trägt wesentlich zur persönlichen, sprachlichen, sozialen und beruflichen Entwicklung bei.