Zur Eröffnung des neuen Semesters und zur Vorstellung des Jahresprogrammes 2008/2009 hatte sich die Vhs am Freitagabend einen kompetenten Referenten zum Thema beruflicher Weiterbildung eingeladen: Kurt Weisenberger, Personalchef der Flughafen München GmbH, betonte die Wichtigkeit lebenslangen Lernens, ebenso wie Vhs-Geschäftsführerin Marianne Dasch, die das Programm vorstellte. Pünktlich zum Schulstart, so Marianne Dasch, stelle auch die Vhs ihr "ABC" vor: Das des lebenslangen Lernens:
Zu letzterem zählte die Vhs-Geschäftsführerin Maßnahmen wieIntegrationskurse oder die Praxisklasse und Maßnahmen zur Berufsorientierung. Hier biete die Vhs für sozial und beruflich Schwache eine Chance zur Teilhabe an Beruf und Gesellschaft. Im Bereich der Allgemeinen Erwachsenenbildung finden sich im neuen Vhs-Programm ebenfallswieder jede Menge Kursangebote, von kulturell-gesellschaftlichen Themen wie Vorträgen oder Ausstellungen bis hin zu körperbezogenen wie Yoga-Kursen oder Qi-Gong und den zahlreichen gestalterischen Angeboten. Hier, so Marianne Dasch, will die Vhs einen Beitrag auf dem Weg zum Glück eines jeden Einzelnen leisten.
B wie beruflich orientierte Weiterbildung schließlich steht für eine Reihevon Kursen für Teilnehmer sämtlicher Altersgruppen und Lebenssituationen. Angefangen für das Fitmachen für die berufliche Kompetenz mit EDV und Sprachen, bis hin zu anerkannten und EU-geförderten Schlüsselqualifikationen und schulergänzende Angebote will die Vhs ein Begleiter auf dem Weg zu Erfolg sein. Froh, so Marianne Dasch, sei man, dass man nach zwei Jahren Pause wieder die "abH", die ausbildungsbegleitenden Hilfen mit ins Programm aufnehmen konnte.
Ihr Dank galt dem Volkbildungswerk Rottenburg, mit dem es eine gute
Zusammenarbeit gibt, ebenso wie mit den Schulen, Betrieben, der Sparkasse und der AOK, und nicht zuletzt allen Kursleitern. Lebenslanges Lernen betreffe alle Lebensbereiche, so die Vhs-Geschäftsführerin, speziell aber - und hier liegt auch bei der Mainburger Volkshochschule mit fast 60 Prozent des Kursangebotes der Schwerpunkt - das berufliche Fortkommen.
Diese Priorität begrüßte auch ausdrücklich Kurt Weisenberger, Personalchef der Flughafen München GmbH, die derzeit Arbeitgeber von rund 28 000 Menschen ist. Fast alle Berufe - vom Bäcker bis zum Techniker - decke das Spektrum am Flughafen ab. Weisenberger befürchtet aufgrund der Entwicklungsprognose einen eklatanten Fachkräftemangel in den nächsten Jahren und begrüßt deshalb Ausdrücklich die Initiativen der Volkshochschule Mainburg, aus deren Einzugsgebiet auch der Flughafen viele Mitarbeiter rekrutiert. Ziel für die Flughafen München GmbH (FMG) sei es, "handlungskompetente Mitarbeiter in einem lernenden Unternehmen" zu bekommen.
Deshalb lege die FMG auch viel Wert auf Ausbildung. Hier, betonte Vhs-Vorsitzender Hans Dasch, komme dem Arbeitgeber Flughafen sicherlich auch entgegen, dass man derzeit daran arbeite, in Mainburg ein Forschungszentrum für mentale Lehr- und Lernmethoden aufzubauen.
Bürgermeister Josef Reiser dankte dem Ehepaar Dasch für ihr Engagement für die Vhs und bekannte, jetzt selbst die Dienste der Volkshochschule in Sachen "lebenslanges Lernen" in Anspruch nehmen zu müssen: Bei einem Französischkurs, den er besuchen will - schließlich war Reiser eine halbe Stunde vorher zum neuen Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Liancourt gewählt worden.