"Kinder haben Rechte"

Unicef-Ausstellung in der VHS Mainburg

Auch in Deutschland Missstände

 
Hallertauer Zeitung, 24.11.2008
Ellen Kellerer / Mainburg.

“Kinder haben Rechte³ ist der Titel der aktuellen Unicef-Ausstellung, die am Freitag in den Räumen der Volkshochschule eröffnet wurde. Bereits zum 9. Mal konnte Vhs-Geschäftsführerin Marianne Dasch Veranstalter und Besucher zu dieser alljährlich stattfindenden Schau rund um die Belange von Kindern in der ganzen Welt begrüßen. Unicef-Sprecherin Wiltrud Huber berichtete über die 1989 von den Vereinten Nationen in Genf beschlossene Kinderrechtskonvention und deren Schwachstellen.

20 Tafeln mit den zehn wichtigsten Kinderrechten sind derzeit auch in der Mainburger Vhs ausgestellt. Eine Einführung ins Thema gaben - standesgemäß - zwei Kinder: Sophia und Quirin lasen Beispiele von Kindern aus drei Ländern vor, bei denen es Probleme bei der Umsetzung ihrer Rechte gab, bzw., denen diese Rechte geholfen haben.

Zu den wichtigsten Rechten gehören das Recht auf Gleichbehandlung, das Recht auf Überleben und Entwicklung, das Recht auf Schutz und Hilfe und das Recht des Kindes auf seine Würde. Nicht alle Nationen, so berichtete Wiltrud Huber, haben die gleiche Auffassung von der Umsetzung der Rechte von Kindern. Ein großes Problem sei, dass es keine Sanktionen für Staaten geben, die die Rechte von Kindern nicht einhalten.

Zwar könne eine Kommisson, die in regelmäßigen Abständen bei den Regierungen nachfragt, die Missstände öffentlich anprangern - mehr aber auch nicht. Auch in Deutschland geben es Verstöße gegen die Kinderrechte. Hauptproblem sei hier, dass den Jugendämtern, die über die Rechte der Kinder wachen sollten, immer mehr Personal abgezogen wird.

Unicef kämpft weltweit für die Umsetzung der Kinderrechte - durch viele Projekte, die Kindern vor allem Bildung ermöglichen, aber auch durch Aufklärung über die Rechte der Kinder. Jeder Einzelne, so Wiltrud Huber, könne etwas für die Rechte der Kinder tun: Durch Spenden - wie etwa den Kauf von Unicef-Weihnachtskarten (übrigens auch an einem Stand am Christkindlmarkt), aber auch durch Verzicht auf den Kauf von Waren, die durch Kinderarbeit entstanden sind. Oder einfach nur, indem man selbst dazu beiträgt, dass die Rechte von Kindern bekannter und der Gesellschaft bewusster werden.

Unicef will zusammen mit der Volkshochschule auch in der Hopfenstadt mit der aktuellen Ausstellung dafür sorgen, dass die Rechte von Kindern bekannt werden.

 

 

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