Bei der pädagogischen Arbeit geht es stets um die ganzheitliche Förderung der Kinder. Da der Hort das Recht des Kindes auf Spontanität, Erholung und freie Kontaktaufnahme sieht, werden den Kindern individuelle Entfaltungsmöglichkeiten in einer ansprechenden Umgebung geboten.
Ziel der Erziehung ist die schöpferische, beziehungsfähige und wertorientierte Persönlichkeit des Kindes. Der Kinderhort versteht sich als familienergänzende Erziehungseinrichtung: Er leistet seine Aufgabe im Rahmen des erzieherischen Gesamtauftrages des Kinderhortes in enger Zusammenarbeit mit den Eltern und der Grundschule Mainburg.
Seit nun 28 Jahren, Gründung 1979 als Integrationsmodell „Projekt Elternhilfe“ - seit 1999 Anerkennung als Hort - werden deutsche und ausländische Kinder täglich nachmittags betreut mit Hausaufgabenhilfen und Freizeitgestaltung.
Empirische Studien haben in jüngster Zeit mehrfach belegt, dass der sprachlichen Förderung von Kindern vor Beginn der Schule in Deutschland zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Wertvolle Zeit wird verschenkt, indem man die Kinder mehr oder weniger unvorbereitet in die Schulen aufnimmt. Besonders schwierig ist die Situation für Kinder mit nichtdeutschsprachiger Herkunft, deren Integrationsfähigkeit durch mangelnde Sprachkenntnisse in dramatischer Weise gefährdet ist. An dieser Stelle setzt das Pilotprojekt an, das in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt Regensburg und der Stadt Neutraubling durchgeführt wurde.
Neben Fortbildungsveranstaltungen zur Sprachförderung für Erzieherinnen in Kindertageseinrichtungen wurden Sprachkurse von wissenschaftlichen und studentischen Mitarbeitern in drei Neutraublinger Kindergärten gehalten (drei Stunden Sprachunterricht pro Woche mit jeweils 6-7 Kindern).
Prof. Dr. Rupert Hochholzer Universität Regensburg, Institut für Germanistik mit Schwerpunkt Deutsch als Zweitsprache, kam zu einem entsprechenden Informationsgespräch in die vhs Mainburg. Viele Anregungen zur Projektarbeit in diesem Bereich ergaben sich im gemeinsamen Erfahrungsaustausch. An MdL Neumeyer ging der Auftrag in seiner Eigenschaft als Integrationsbeauftragter entsprechende Unterstützung zu leisten.
Die Bayerische Staatsregierung hat ein Konzept zur Förderung deutschsprachig aufwachsender Kinder mit unzureichenden Sprachkenntnissen entwickelt. Zur Verbesserung der Qualifikation der Erzieher/innen im Beeich Sprachförderung werden so genannte Sprachberater/ innen das pädagogische Stammpersonal vor Ort unterstützen, die Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen
weiterzuentwickeln. Der Freistaat Bayern stellt hierfür in den Jahren 2008 – 2011 rund 44 Mio Euro zur Verfügung. Sprachberater/innen können im Projektzeitraum beim Zuwendungsempfänger (z.B. Träger einer Kindertageseinrichtung nach dem BayKiBiG) fest angestellt oder freiberuflich auf Honorarbasis tätig sein. Die Anteilsfinanzierung beläuft sich auf 90 % der Gesamtkosten.
Weiterführender Link: http://www.stmas.bayern.de/kinderbetreuung/
sprachberater/index.htm