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Amt von Vorgänger Sepp Egger übernommen

Bürgermeister Josef Reiser neuer Vorsitzender

Trägerverein Kinderhort Spiel- und Lernburg e. V. jetzt unter neuer Führung

v.l. Hans Dasch, VHS-Vorsitzender und Rektor GS Volkenschwand, Petra Högl, KESS-Elternvertreterin, Marianne Dasch, KESS-Projektleiterin, Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle interessierte sich auch für das Bildungsangebot der vhs Mainburg, MdL Martin Neumeyer

Hallertauer Zeitung, 5.11.2009

 

In der turnusgemäßen Mitgliederversammlung wurde Bürgermeister Josef Reiser zum neuen Vorsitzenden des Trägervereins Kinderhort Spiel- und Lernburg e. V. gewählt und ist in dieser Funktion damit Nachfolger seines Amtsvorgängers Sepp Egger. Mit ihm sind Stadtpfarrer Alois Lehner als zweiter Vorsitzender, Rektor Hans Dasch als dritter Vorsitzender und Caritas-Kreisgeschäftsführer Hubert König als Schriftführer im Vorstand vertreten. Ebenso wurde Marianne Dasch als Geschäftsführerin sowie die beiden Rechnungsprüfer Wilfried Reindl und Josef Nießl in ihren Ämtern bestätigt.

 

Besonders freute sich der Bürgermeister Josef Reiser über das Engagement der neuen Stadträte Marianne Huber (SLU), Artur Schmid (SPD) und Stefanie Linseisen (Junge Liste) für den Kinderhort. Neue Mitglieder aus dem Stadtrat sind ebenfalls Hannalore Langwieser (CSU) und Renate Fuchs (FW), die sich jedoch für diesen Termin wegen anderer Verpflichtungen entschuldigen mussten.

 

Im Zuge der Ganztagsbetreuung der Schulkinder gewinnt die Zielsetzung des Hortes immer mehr an Bedeutung für die Zukunft. Weise Voraussicht bewies bereits vor nun mehr als 30 Jahren die Volkshochschule Mainburg unter deren Leitung im Schuljahr 1978/79 erstmals das „Projekt Elternhilfe“, eine Hausaufgabenhilfe für deutsche und türkische Kinder, als Be-treuungsangebot für ausländische und alleinerziehende Eltern gestartet worden ist.
Damals in den Räumen in der Abensberger Straße 17 (heute Vhs-Küche) wurden bereits täglich bis zu 25 Kinder betreut. Die Förderung des Modellprojektes sollte 1998 – nach 20 Jahren also – vom Sozialministerium eingestellt werden. Unter der Federführung des damaligen Sozial-Staatssekretärs Gerhard Merkl (CSU) konnte die Einrichtung als Hort erlangen.

 

Dazu mußte ein Verein als eigenständiger Träger der Einrichtung gegründet werden, der durch seine Struktur den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege angehört. Durch die Mitgliederstruktur (Stadt, Volkshochschule und Katholische Kirchenstiftung sowie Caritas) konnte diese Vorgabe erfüllt werden. Seit diesem Jahr werden im Hort in den neuen Räumen am Sportplatz (ehemalige Musikschule) nun 33 Kinder aus fünf verschiedenen Nationen betreut. Die Kinder kommen nach Schulschluß von der Grundschule direkt in den Hort, erhalten dort ein gemeinsames Mittagessen und machen anschließend Hausaufgaben. Wer mit seinen Aufgaben fertig ist, darf spielen oder sich im Freien auf dem angrenzenden Sportplatz austoben.

 

Neu ab diesem Herbst sind die Zusatzangebote für die Hortkinder durch KESS-Experten. So startet ab Mitte November ein „Zuhör-Workshop“ mit Monika Kaltner. Hier lernen die Kinder mit Spaß und Phantasie viele Übungen und Spiele bis hin zum „Radiomachen“ und Geschichten erfinden, um ihre Lern-und Zuhörkompetenz zu verbessern. Weitere Angebote sind dann ein „Perlenketten-Kurs“ – als Geschenke für Weihnachten -, ab Januar wird eine Leseförderung angeboten.

 

Im Zuge der Umbaumaßnahmen des Alten Gymnasiums am Sportplatz wurden die Räumlichkeiten mit der Musikschule getauscht. Es waren zahlreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten notwendig, um für diese Räume eine Betriebserlaubnis zu erhalten. In den Herbstferien soll nun auch eine neue Küche gebaut werden. Das Betreuungsteam unter der Leitung von Diplom-Sozialpädagogin Sonja Faasch und Geschäftsführerin Marianne Dasch arbeitet noch an der Ausstattung der Zimmer. Hier gibt es eine Menge „kleine Baustellen“, für die derzeit die Finanzmittel fehlen. Über Spenden – materiell wie finanziell - freuen sich die Kinder und das Team.

 

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